Microsoft Word und Bilder

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So, das mußte jetzt erst einmal raus. Ihr habt schon einmal längere Texte in Microsoft Word geschrieben und Bilder verwendet? Dann habt Ihr verstanden! Es hat mich kostbare Stunden meines Lebens gekostet herauszufinden, warum ich trotz Informatikstudiums ohne weitere Hilfe nicht in der Lage war, Bilder in meine Diplomarbeit einzubinden, mit Unterschriften zu versehen, frei zu positionieren und selbige dann im Abbildungsverzeichnis auftauchen zu lassen. In der vagen Hoffnung, wenigstens einem auf dieser weiten Welt (ok, zumindest der deutsch-sprachigen) meinen Krampf ersparen zu können, hier einige Tips und Tricks:

Verwendet nie exakte Angaben für den Zeilenabstand bei Absätzen! Exakte Zeilenabstände verhindern wirkungsvoll das Einbinden von Bildern, jedenfalls von dem Teil des Bildes, der über den exakt angegebenen Zeilenabstand hinausragt. Siehe nachstehenden Screenshot:

Verwendet nie eine andere Layout-Angabe für Bilder als „Inline“. Ohne weitere Tricks sind die Bilder dann nicht frei positionierbar, doch dazu später. Der Grund für diese Einschränkung ist ein neues „Feature“ seit Office 2000, der „Draw Layer„. Dieser Layer ist für die Aufnahme von Nicht-Inline-Bildern gedacht und selbst nicht Bestandteil des Dokumentenkörpers. Das wiederum heißt, daß Objekte auf diesem Layer nicht in die Aufzählung bei zum Beispiel Abbildungsverzeichnissen einfließen (was übrigens der eigentliche Auslöser für meine Lösungssuche war)!

Die Lösung: Soweit auf frei positionierbare Bilder verzichtet werden kann, ist es vergleichsweise einfach:

  • Sicherstellen, daß kein exakter Zeilenabstand angegeben ist.
  • Bild einfügen
  • Sicherstellen, daß als Layout-Angabe „Inline“ eingestellt ist.
  • Mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken und „Caption…“ auswählen.

Wenn es frei postitionierbare Bilder sein sollen (und mal ehrlich, es muß fast immer sein), wird es komplizierter:

  • Die ersten vier Schritte aus der vorherigen Lösung wiederholen
  • Beide Elemente, Bild und Bildunterschrift markieren
  • Frame (dt.: Positionsrahmen) hinzufügen
  • Nach Belieben mit rechts den Frame anklicken und bei „Border and Shadings…“ den schwarzen Rahmen entfernen.

Ihr wißt nicht, was ein Frame/Positionsrahmen ist und schon gar nicht, wie man ihn hinzufügt? Ging mir genauso. Er ist ein Relikt aus Word 97-Zeiten aber nach Aussagen von Microsoft MVPs in so ziemlich allen Fällen der Textbox (die als Ersatz für den Positionsrahmen gilt) überlegen. Da er ein Relikt ist, hat Microsoft ihn gut versteckt. Es gibt im wesentlichen zwei Möglichkeiten:

  • Statt eines Frames eine Textbox hinzufügen, Textbox bearbeiten (Rechts-Klick auf „Format Textbox“), Reiter „Textbox“ auswählen, den Button „Convert to Frame“ anklicken und die Sicherheitswarnung bestätigen.
  • Wem das zu komliziert ist (und mir ist das deutlich zu kompliziert), kann mit Rechtsklick auf eine der Symbolleisten die mir bis dato unbekannte Leiste „Forms“ auswählen und von der den Button „Insert Frame“ auswählen.
  • Eine dritte Möglichkeit wäre, dem Menü „Insert“ dauerhaft den Eintrag „Insert Frame“ hinzuzufügen. Dazu klickt man mit rechts auf eine der Symbolleiten und wählt „Customize“ aus. Dann wählt man auf dem „Commands“-Reiter unter „Categories“ den Eintrag „All commands“ und zieht den Eintrag „InsertFrame“ per Drag and Drop in das „Insert“-Menü.

War doch ganz einfach, oder?! ;-( Meine bisherige Begeisterung für Microsoft und seine ansonsten genial einfach zu bedienenden Anwendungen hat heute stark gelitten!

PS: Ich habe leider nur ein englisches Office 2003 installiert, daher kann ich nicht zu allen Menüpunkten eine Übersetzung liefern.

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